Sachwert
Kurz erklärt
Der Sachwert – auch Realwert – setzt sich aus dem Bodenwert und dem Wert des Gebäudes zusammen, abzüglich der Alterung. Er kommt vor allem dort zum Einsatz, wo Vergleichsdaten fehlen oder der Ertrag keine Rolle spielt: bei individuellen, selbstgenutzten oder speziellen Objekten.
Woraus sich der Sachwert zusammensetzt
Der Sachwert addiert den Bodenwert und den Neuwert des Gebäudes und zieht die altersbedingte Wertminderung ab.
So entsteht ein Wert, der die Substanz der Immobilie abbildet.
Wann der Sachwert passt
Er eignet sich für individuelle oder selbstgenutzte Objekte und für Spezialimmobilien, für die es kaum Vergleichsobjekte und keine typischen Erträge gibt.
Grenzen des Sachwerts
Der Sachwert bildet die Substanz ab, nicht zwingend den am Markt erzielbaren Preis. Deshalb wird er oft mit einer Marktbetrachtung abgeglichen.
Sachwert im Methodenmix
In der Praxis kombiniert man Verfahren. Der Bewertungs-Assistent empfiehlt, welche Methode zu Ihrem Objekt passt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sachwert und Realwert?
Die Begriffe werden weitgehend synonym verwendet: Boden- plus Gebäudewert abzüglich Alterung.
Wann wird der Sachwert verwendet?
Bei individuellen, selbstgenutzten oder speziellen Objekten ohne Vergleichsdaten.
Entspricht der Sachwert dem Verkaufspreis?
Nicht unbedingt. Er bildet die Substanz ab; der Marktpreis kann davon abweichen.
Wie wirkt sich das Alter auf den Sachwert aus?
Mit zunehmendem Alter steigt die Wertminderung des Gebäudes. Ein guter Unterhalt und Sanierungen verlangsamen diesen Effekt.