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Sachwert – Immobilien-Lexikon auf NAVIMO

Bewertung1 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Was bedeutet Sachwert?

Kurz erklärt

Der Sachwert ergibt sich aus den Wiederbeschaffungskosten von Gebäude und Land abzüglich Altersentwertung. Weil der Sachwert die Bausubstanz stark gewichtet, weicht er bei begehrten Lagen oft deutlich vom tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis ab - in der Praxis wird er daher meist mit dem Vergleichswert kombiniert.

Definition

Das Sachwertverfahren addiert den Bodenwert und den Zeitwert des Gebäudes (Neubaukosten minus Alters- und Zustandsabschläge). Es kommt vor allem bei selbst genutzten Einfamilienhäusern und speziellen Liegenschaften ohne vergleichbaren Markt zum Einsatz, bei denen der Ertragswert wenig aussagekräftig ist.

Einordnung

Weil der Sachwert die Bausubstanz stark gewichtet, weicht er bei begehrten Lagen oft deutlich vom tatsächlich erzielbaren Verkaufspreis ab - in der Praxis wird er daher meist mit dem Vergleichswert kombiniert.

Beispiel aus der Praxis

Ein 30 Jahre altes Einfamilienhaus mit hohem Sanierungsbedarf kann einen tiefen Sachwert, aber wegen der Lage trotzdem einen hohen Marktwert erzielen.

Gut zu wissen

Bei denkmalgeschützten oder besonders individuellen Bauten kann der Sachwert deutlich über dem tatsächlich erzielbaren Marktpreis liegen, weil die hohen Erstellungskosten nicht automatisch einer entsprechenden Käufernachfrage entsprechen.

Worauf Sie achten sollten

  • Boden- und Gebäudezeitwert immer getrennt ausweisen lassen.
  • Sachwert bei begehrten Lagen stets mit dem Vergleichswert abgleichen.
  • Sanierungsbedarf realistisch in die Alterswertminderung einrechnen.

Häufige Fragen

Wann wird der Sachwert allein verwendet?

Bei sehr individuellen Bauten oder fehlenden Vergleichsobjekten, meist ergänzt durch andere Verfahren.

Zählt der Boden separat zum Sachwert?

Ja, der Bodenwert wird getrennt vom Gebäudezeitwert ermittelt und anschliessend addiert.

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