Was bedeutet Vergleichswertverfahren?
Kurz erklärt
Das Vergleichswertverfahren leitet den Wert einer Immobilie aus tatsächlich erzielten Preisen vergleichbarer Objekte ab. Für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in Regionen mit aktivem Markt gilt das Vergleichswertverfahren als besonders verlässlich, weil es die tatsächliche Zahlungsbereitschaft von Käufern abbildet statt eines theoretischen Modells.
Definition
Dabei werden kürzlich verkaufte, ähnliche Liegenschaften in Lage, Grösse, Ausbaustandard und Alter herangezogen und über Zu-/Abschläge auf das Bewertungsobjekt übertragen. Je mehr belastbare Vergleichstransaktionen vorliegen, desto genauer das Ergebnis.
Einordnung
Für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in Regionen mit aktivem Markt gilt das Vergleichswertverfahren als besonders verlässlich, weil es die tatsächliche Zahlungsbereitschaft von Käufern abbildet statt eines theoretischen Modells.
Beispiel aus der Praxis
Drei vergleichbare Wohnungen im selben Quartier wurden zuletzt für 780'000 bis 820'000 CHF verkauft - daraus lässt sich ein realistischer Vergleichswert für eine ähnliche Wohnung ableiten.
Gut zu wissen
In ländlichen Gegenden mit wenigen Transaktionen ist das Verfahren weniger präzise als in städtischen Lagen mit vielen vergleichbaren Verkäufen. Hier ergänzen Schätzer die Methode oft um Sachwert-Elemente.
Worauf Sie achten sollten
- Nur echte, kürzlich verkaufte Vergleichsobjekte aus derselben Region heranziehen.
- Zu-/Abschläge für Grösse, Zustand und Ausbaustandard nachvollziehbar dokumentieren.
- Bei seltenen Objekttypen zusätzlich Ertrags- oder Sachwert einbeziehen.
Häufige Fragen
Was braucht es für ein zuverlässiges Vergleichswertverfahren?
Ausreichend viele, tatsächlich vergleichbare Transaktionen aus derselben Region und ähnlichem Zeitraum.
Ist das Vergleichswertverfahren bei jedem Objekt anwendbar?
Bei sehr individuellen oder seltenen Objekttypen ist es schwieriger, weil kaum echte Vergleichsfälle existieren.