Mehrfamilienhaus bewerten
Kurz erklärt
Ein Mehrfamilienhaus wird primär über den Ertragswert bewertet: Die nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen werden kapitalisiert. Massgeblich sind Miethöhe, Leerstandsrisiko, Zustand und Lage. Ergänzend hilft der Vergleich mit ähnlichen Renditeobjekten, um den Ertragswert einzuordnen und ein realistisches Bild zu erhalten.
Warum der Ertrag im Vordergrund steht
Bei Renditeobjekten zählt der finanzielle Nutzen. Der Ertragswert bildet ab, wie viel die Liegenschaft nachhaltig abwirft.
Welche Faktoren zählen
Neben den Mieteinnahmen wirken Leerstandsrisiko, Unterhalt, Zustand und Lage auf den nachhaltigen Ertrag und damit auf den Wert.
Ertragswert plus Marktbetrachtung
Der reine Ertragswert wird mit Vergleichswerten und dem Zustand abgeglichen, um ein realistisches Bild zu erhalten.
So vermeidet man, ein Objekt allein auf Basis aktueller Mieten zu über- oder unterschätzen – gerade bei Sanierungsstau oder Aufwertungspotenzial ist dieser Abgleich wichtig.
Renditekennzahlen prüfen
Für die Einschätzung helfen Kennzahlen wie Brutto- und Nettorendite. Der Mietrendite- und der Cashflow-Rechner unterstützen dabei.
Häufige Fragen
Wie bewerte ich ein Mehrfamilienhaus?
Primär über den Ertragswert (kapitalisierte Mieteinnahmen), ergänzt durch Vergleichswerte.
Welche Kennzahlen sind wichtig?
Brutto- und Nettorendite sowie der nachhaltige Ertrag nach Kosten.
Zählt der Zustand bei Renditeobjekten?
Ja. Zustand und Unterhalt beeinflussen Ertrag, Leerstandsrisiko und Wert.
Wie wirkt sich Leerstand auf den Wert aus?
Leerstand senkt den nachhaltigen Ertrag und erhöht das Risiko – beides drückt den Ertragswert spürbar. Eine gute Vermietung stützt den Wert.