Was bedeutet Eigenkapital?
Kurz erklärt
Eigenkapital ist der Anteil am Kaufpreis, den ein Käufer aus eigenen Mitteln aufbringen muss, statt ihn über eine Hypothek zu finanzieren. Wer zu wenig Eigenkapital mitbringt oder ausschliesslich Pensionskassengelder einsetzt, kann trotz ausreichendem Einkommen keine Finanzierung erhalten, weil die Mindestquote nicht erfüllt ist.
Definition
In der Schweiz verlangen Banken mindestens 20% Eigenkapital, wovon mindestens 10% aus nicht vorbezogenen Pensionskassengeldern stammen müssen - die restlichen 10% können aus Ersparnissen, Wertschriften oder teilweise auch Vorbezug der zweiten Säule stammen.
Einordnung
Wer zu wenig Eigenkapital mitbringt oder ausschliesslich Pensionskassengelder einsetzt, kann trotz ausreichendem Einkommen keine Finanzierung erhalten, weil die Mindestquote nicht erfüllt ist.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Kaufpreis von 1 Mio. CHF müssen mindestens 200'000 CHF Eigenkapital eingebracht werden, davon mindestens 100'000 CHF aus nicht vorbezogener Pensionskasse oder eigenen Ersparnissen.
Gut zu wissen
Ein Vorbezug der Pensionskasse reduziert spätere Altersleistungen und kann steuerliche Folgen haben - eine Beratung vor dem Entscheid lohnt sich, auch wenn die kurzfristige Finanzierungslücke dadurch geschlossen werden kann.
Worauf Sie achten sollten
- Mindestens 10% aus nicht vorbezogener Pensionskasse oder Ersparnissen sicherstellen.
- Vorbezug der zweiten Säule frühzeitig mit der Pensionskasse abklären.
- Eigenkapitalnachweis rechtzeitig vor Finanzierungszusage bereithalten.
- Steuerliche Folgen eines Pensionskassen-Vorbezugs vorab abklären lassen.
Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital ist mindestens nötig?
In der Regel mindestens 20% des Kaufpreises.
Kann Eigenkapital vollständig aus der Pensionskasse stammen?
Nein, mindestens 10% des Kaufpreises müssen aus anderen Mitteln als vorbezogenem Pensionskassenkapital stammen.