Tragbarkeit
Kurz erklärt
Die Tragbarkeit prüft, ob sich Käuferinnen und Käufer eine Immobilie langfristig leisten können. Banken rechnen dafür nicht mit dem aktuellen, sondern mit einem kalkulatorischen Zinssatz von üblicherweise rund 5 Prozent und verlangen, dass Hypothekarzins, Amortisation und Nebenkosten zusammen ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen.
Warum die Tragbarkeit für Verkäufer relevant ist
Auch wenn Sie verkaufen statt kaufen, betrifft die Tragbarkeit Sie indirekt: Interessenten, die Ihre Immobilie nicht finanzieren können, fallen als Käuferschaft aus. Ein realistisches Preisniveau erhöht die Zahl der Interessenten, die sich den Kauf tatsächlich leisten können.
Bei der Preisstrategie lohnt sich deshalb ein Blick auf die Tragbarkeit aus Käufersicht, nicht nur auf den gewünschten Verkaufspreis.
Die Ein-Drittel-Regel
Banken verlangen in der Regel, dass die jährlichen Kosten für Hypothekarzins (kalkulatorisch, nicht zum Aktualzins), Amortisation und Nebenkosten ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht überschreiten.
Der kalkulatorische Zinssatz liegt deutlich über dem aktuellen Marktzins, um auch bei künftig steigenden Zinsen eine tragbare Finanzierung sicherzustellen.