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Bruttorendite – Immobilien-Lexikon auf NAVIMO

Rendite & Vermietung1 Min. LesezeitAktualisiert: August 2026

Was bedeutet Bruttorendite?

Kurz erklärt

Die Bruttorendite setzt die jährlichen Mieteinnahmen einer Liegenschaft ins Verhältnis zum Kaufpreis, ohne Kosten abzuziehen. Weil die Bruttorendite keine Kosten berücksichtigt, liefert sie ein zu optimistisches Bild - für eine realistische Einschätzung braucht es zusätzlich die Nettorendite.

Definition

Sie berechnet sich als Jahresmietertrag geteilt durch den Kaufpreis. Als einfache Vergleichskennzahl eignet sie sich für einen ersten Überblick, blendet aber Unterhalt, Verwaltungskosten und Leerstand vollständig aus.

Einordnung

Weil die Bruttorendite keine Kosten berücksichtigt, liefert sie ein zu optimistisches Bild - für eine realistische Einschätzung braucht es zusätzlich die Nettorendite.

Beispiel aus der Praxis

Eine Liegenschaft mit 900'000 CHF Kaufpreis und 36'000 CHF Jahresmietertrag erzielt eine Bruttorendite von 4%.

Gut zu wissen

Weil die Bruttorendite so einfach zu berechnen ist, wird sie in Inseraten häufig prominent beworben - für die eigene Kaufentscheidung sollte sie aber nie ohne Nettorendite und Cashflow interpretiert werden.

Worauf Sie achten sollten

  • Bruttorendite nie isoliert als Kaufentscheid-Grundlage verwenden.
  • Immer zusätzlich die Nettorendite und den Cashflow berechnen.
  • Bei Vergleichen auf identische Berechnungsgrundlage (Jahresmiete) achten.
  • Bruttorendite verschiedener Anbieter nur bei identischer Berechnungsgrundlage vergleichen.
  • Bei Objekten mit hohem Sanierungsbedarf die Bruttorendite besonders kritisch hinterfragen, da hier die Lücke zur Nettorendite oft gross ist.

Häufige Fragen

Reicht die Bruttorendite für eine Kaufentscheidung?

Nein, sie sollte immer zusammen mit der Nettorendite und dem Cashflow betrachtet werden.

Wie wird die Bruttorendite berechnet?

Jahresmietertrag geteilt durch Kaufpreis, multipliziert mit 100.

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